Das Kreischen der Möwen – Rezension

Auch heute habe ich wieder eine Rezension zu einem Buch das mir sehr gefallen hat. Weshalb ich gerade jetzt in der Phase kurz vor der Veröffentlichung mehr lese als sonst?!? Ich weiß es nicht, aber vielleicht benötige ich das, um ein wenig Abstand zu meinen eigenen Protagonisten zu bekommen, abzuschalten und neue Inspiration zu holen. Eine kleine Vorwarnung: Ich fand den Klappentext ein wenig langweilig. Er wird dem übrigen Buch nicht gerecht.

Hier nun die Rezension:

Das Kreischen der Möwen von Marion Krafzik war eines meiner ersten Bücher, von einer Selbstpublizierenden und das war auch der Grund, weshalb ich dieses Buch kaufte: Neugierde, ob die Bücher qualitativ an Verlagsbücher herankommen.
Vorneweg ist zu sagen, dass ich zu dem Zeitpunkt wenig Zeit zum Lesen hatte und immer nur wenige Seiten vor dem Einschlafen lesen wollte, aber nachdem ich über die ersten Seiten hinweggekommen war, war mein Vorhaben schnell vergessen. „Nur noch ein Kapitel“ habe ich lange nicht mehr so oft gedacht und mich auch tagsüber über jede Minute gefreut, die zum Lesen blieb. Dementsprechend schnell war das Buch dann leider zu Ende. Über fehlende Spannung konnte ich mich also nicht beschweren. Auch sprachlich gab es nichts zu beanstanden, der Stil war einem Thriller völlig angemessen.
Das Ende war zunächst ziemlich vorhersehbar, dann schaffte es die Autorin, mich auf den letzten Seiten noch einmal völlig zu überraschen und mir ein Ende zu präsentieren, das mich begeisterte und das ich so nie in einem Verlagsbuch finden würde. Ob es nach jedermanns Geschmack ist, weiß ich nicht. Mich hat es restlos begeistert und ich kann nicht anders, als eine klare Leseempfehlung auszusprechen.

Wer sich selbst davon überzeugen möchte, wird hier fündig.

Die Moortochter – Rezension

Die Moortochter von Karen Dionne ist ein Buch, das leider viel zu lange auf meinem SuB auf mich wartete. Die Geschichte spielt in zwei Zeiten, nämlich einmal in der Gegenwart der Protagonistin Helena und einmal in deren Kindheit. Das Buch ist größtenteils sehr harmonisch gehalten. Man erfährt viel über das Leben der Naturvölker, bzw. der Indianer, während sich die Geschichte zum Ende hin verschärft und zuspitzt, umso mehr man über die Hintergründe erfährt.
Mir gefiel das Buch sehr gut, weil ich es spannend fand, wie die Leute in der freien Natur ohne Strom und so weiter lebten. Für jeden mag das vielleicht nicht der Fall sein, aber mir gefiel es gut.
Auch der stetige Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart gefiel mir gut, da beides teilweise sanft dahinplätscherte und sich dann gemeinsam zuspitzte.
Die Autorin hat einen sehr angenehmen Schreibstil, der vielleicht bevorzugt von Leuten gelesen wird, die nicht allzu sehr auf Hardcore-Thriller und das große Blutvergießen stehen. Das erklärt möglicherweise die stark auseinandergehende Meinung der Rezensenten.
Eine schöne Geschichte für zwischendurch, leicht zu lesen und interessant. Vier von fünf Sternen.

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