Sag es (nicht)! – Grün Gelb Rot

Zwei Tage ist der Roman um Lucy und Jonas nun alt und hat es bereits in die Top 50 der erotischen Erzählungen auf Amazon geschafft. Hier stelle ich die Hauptfiguren vor:

Lucy – Alleinerziehende Mutter und Workaholic; liebt sowohl ihr Kind als auch die Arbeit abgöttisch. Einen Mann an ihrer Seite braucht sie nicht – denkt sie, bis in ihrem Leben jemand auftaucht, der da ganz anderer Meinung ist.

Laura – Eifert ihrer Mutter Lucy in Vielem nach. Schwärmt in der Schule für Kunst, Fremdsprachen und Moritz.

Jonas – Frisch nach Berlin gezogen läuft der gar nicht langweilige Naturwissenschaftler Lucy über den Weg und zeigt ihr fortan, wer bei ihnen das Sagen hat.

Tobias: Über Tobias gibt es nicht viel zu sagen, außer dass der Marketing-Experte gekonnt die Frauen in seinem Herzen um den Finger wickelt.

Melanie – Beste Freundin von Lucy. Würde für Lucy durchs Feuer gehen, bis sie gezwungen ist, es tatsächlich zu tun.

 

Leseprobe und Verkauf:

(Dieses Buch enthält explizite Liebes- und Gewaltszenen und ist daher nicht geeignet für Personen unter 18 Jahren!)

Über BoD:

Über Amazon:
E-Book (+ KU):  

 

Taschenbuch:   

 

Wie hat euch das Buch gefallen? Bewertet es gerne dort, wo ihr es gekauft habt und auf Lovelybooks!

Vielen Dank!

Rezension und Buchverlosung: Zeit der Schwalben – Nikola Scott

Es gibt Menschen, die wachsen wohlbehütet im Kreise ihrer Liebsten auf, um sich herum Vater, Mutter, Geschwister und nichts, was sie jemals infrage gestellt hätten.

So geschehen Adele, der Protagonistin des Romans. Bis sie eines Tages einen Anruf bekommt, den sie nicht einordnen kann und am selben Tag eine Frau namens Phoebe auftaucht, die behauptet, zur Familie zu gehören. Nachdem die bereits verstorbene Mutter von Adele nicht mehr in der Lage ist, die aufkommenden Fragen zu beantworten, machen sich Adele und Phoebe gemeinsam auf die Suche nach den Antworten.

Die eigentliche, in einem angenehmen Stil geschriebene Geschichte spielt in der heutigen Zeit mit Sicht von Adele, während die Tagebucheinträge ihrer Mutter Liz aus der Zeit vor ca. vierzig Jahren ihre ganz eigene Geschichte erzählen und so nach und nach die Hintergründe der Familie aufdecken.

Das Buch ist so einfühlsam geschrieben, dass ich zu jeder Zeit das Gefühl hatte, mich mitten in der Geschichte zu befinden. Ich freute mich mit Liz, ich litt mit ihr, und auch Adeles und Phoebes Beweggründe konnte ich zu jedem Zeitpunkt gut nachvollziehen. Es gibt mehrere Wendungen, die ich so nicht hätte vorhersehen können, die mir gut gefielen, wenn ich auch völliges Unverständnis dafür aufbringen kann, wie sich Männer in der damaligen Zeit verhalten konnten (das ein oder andere Exemplar – gut dargestellt auch noch einmal im Nachwort der Autorin).

Letzten Endes führte die Geschichte, die einem viel über eine Zeit verriet, in der es nicht einfach war, eine Frau zu sein, zu einem traurigen happy End und löste bei mir Kopfschütteln aus, vor allem darüber, dass diese Geschichte sich genauso hätte abgespielt haben können.

Von mir kommt hier eine klare Leseempfehlung. Ich denke, dass der Roman eher Frauen anspricht, die gerne emotionale Geschichten lesen und gerne mit den Protagonisten mitfiebern.

Vielen Dank für das vom Wunderlich-Verlag zur Verfügung gestellte Lese-Exemplar!

 

Und wenn ihr neugierig geworden seid und „Zeit der Schwalben“ auch gerne lesen wollt, dann findet ihr es unter „Zeit der Schwalben“ oder schickt mir eine E-Mail mit dem Betreff „Zeit der Schwalben“ und gewinnt es mit ein wenig Glück!

 

Liebe Grüße

 

Nadine

 

P.S.: Da es für Verlosungen im Internet einige Bestimmungen gibt:

  • Veranstalter der Verlosung bin ich (siehe Impressum).
  • Teilnahmeberechtigt sind alle, die das Buch gerne hören möchten
  • Die Gewinner werden am 30.09.2017 ermittelt (die Einsendungen werden durchnummeriert und eins meiner Kinder darf eine Zahl in den Raum werfen).
  • Der Gewinner wird per E-Mail benachrichtigt und erhält das Buch nach Angabe der Adresse auf dem Postweg zugesendet (auf Wunsch: Selbstabholung). Der Gewinner wird per Vornamen auf dieser Seite bekannt gegeben.
  • Nach vollständigem Ablauf der Verlosung werden alle Daten (E-Mail-Adressen, Adressen etc.) gelöscht. Es erfolgt keine Weitergabe irgendwelcher Daten an Dritte!
  • Änderungen im Falle eines Falles behalte ich mir vor.

Äpfel mit Knusperhaube und Orakeleintopf

Zwei Kriterien müssen Rezepte erfüllen, wenn sie auf Märchengestöber berühmt werden möchten:

  1. Sie müssen mit einer Geschichte daherkommen
  2. Das entstandene Gericht muss meiner Familie schmecken

Punkt 1 erfüllen theoretisch alle Rezepte: Wer keine Geschichte hat, bekommt eine. Der limitierende Faktor liegt deutlich bei Punkt 2. Nachdem jedes einzelne meiner Kinder von Anfang an ALLES gegessen hat (Knoblauch pur, Gemüse, Fisch etc.) entwickelten alle drei ab dem Kindergartenalter ein „Ich mag das nicht!“, „Dagegen bin ich allergisch!“ oder „Das habe ich doch noch nie gegessen!“. Meine größte Herausforderung beim Kochen ist daher, etwas zu finden, das nicht Spaghetti Bolognese ist oder zu mindestens 80% aus Zucker besteht. Hier lasse ich euch jeden ersten Freitag im Monat an meinen Erkenntnissen teilhaben.

 

Heute Teil I: Äpfel mit Knusperhaube

(4 Portionen)

Die Äpfel mit Knusperhaube sind das allererste Rezept, das ich auf Märchengestöber vorstelle, da diese Leckerei direkt aus meinem Herzen kommt. Sie verbinden mich mit meiner kleinen, großen Schwester Yvo und wann immer wir gemeinsam frühstücken, leuchten bei der Ideenfindung unsere Augen auf und wir rufen: „Äpfel mit Knusperhaube!“ Sie verbinden uns so sehr miteinander, dass das Rezept sogar auf der Collage landete, die Yvo mir anlässlich meines 30jährigen Daseins (nein, so alt bin ich natürlich nicht wirklich!) bastelte. Dabei war das Finden des Rezeptes völlig unspektakulär: Yvo ernährte sich vegetarisch, ich mich vegan. Ich war bei ihr zu Besuch, sie wollte mir eine Freude machen und stöberte in einer Zeitschrift mit vegan-vegetarischen Rezepten. Sie stieß auf das Rezept und wir waren so begeistert, als wir beim Essen saßen, dass wir uns vornahmen, die Äpfel mit Knusperhaube unbedingt eines Tages zu wiederholen. Es verging einige Zeit und es kam wieder ein Tag, an dem wir gemeinsam frühstückten. „Oh, weißt du noch…“, „… Äpfel mit Knusperhaube…“, raunte es in der Küche und Yvo suchte die Zeitschrift mit dem Rezept. Es blieb beim Suchen. Die Zeitschrift ist bis heute nicht wieder aufgetaucht. Wir rekonstruierten das Rezept aus dem Gedächtnis und bei fast jedem Frühstück stehen seitdem bei uns die Äpfel mit Knusperhaube auf dem Tisch.

Viel Spaß beim Nachbacken und dem Versinken in diesem Apfeltraum!

P.S.: Entgegen der obigen Behauptung, in unserer Familie werde gerne zuckerreduziert gegessen, gehört dieses Rezept zu den Ausnahmen. Sorry! Ich bin auch nur ein Mensch. ?

P.P.S.: Vermutlich hatte die Schlange zum Verführen von Eva und Adam im Paradies Äpfel mit Knusperhaube gebacken.

P.P.P.S.: Vielen Dank an den Erfinder und Herausgeber dieses großartigen Rezeptes!

Zutaten:

4 Äpfel

1 TL Kardamom

100 g Haferflocken

100 ml Hafermilch

100 g Zucker

100 g Margarine

 

Zubereitung:

Den Backofen auf 180 °C einstellen. Die Äpfel schälen, vierteln, entkernen und in Spalten schneiden. Ein Backblech einfetten oder mit Backpapier auslegen und die Apfelspalten flächendeckend darauf verteilen und mit dem Kardamom bestreuen. Die restlichen Zutaten in einen kleinen Topf geben und unter Rühren erwärmen, bis alles geschmolzen, aufgelöst und gleichmäßig verteilt ist. Die Haferflockenmasse über den Äpfeln verteilen und alles zusammen für 20 Minuten in den Backofen stellen.

Tipp: Schwester zum Frühstück einladen (in Ermangelung einer Schwester geht auch die beste Freundin) oder es sich mit den fertigen Äpfeln und dem Lieblings(-hör-)buch in der Leseecke gemütlich machen!

 

 

Heute Teil II: Orakeleintopf

(4 Portionen)

Tahira, die Junghexe, war aufgeregt. Heute Nacht sollte ihre Hexenprüfung abgehalten werden, doch je näher sich der Stundenzeiger auf den Abend zubewegte, desto nervöser wurde sie. Sie befürchtete, in der Prüfung alles zu vergessen, was sie in den letzten 777 Jahren gelernt hatte.

„Komm her, mein Kind“, rief die alte Großmutter Salara aus der Küche. Sie rührte in einem großen Kessel, aus dem große, rote Blasen aufstiegen, mit einem großen Holzlöffel. „Ich habe diesen Orakeleintopf für dich gemacht. Nun rühre 99x rechtsherum und dann einmal linksherum, so wirst du sehen, was dir die Zukunft bringt.“

Tahira tat, wie ihr geheißen. … 95 … 96 … 97 … 98 … 99 – nun rührte sie linksherum und so wie sie den Kreis mit dem Holzlöffel vollendet hatte, erschien ihr lachendes Gesicht im Kessel. Da wusste sie, dass sie die Prüfung bestehen werde und konnte seelenruhig mit ihrer Familie den Eintopf verspeisen.

Zutaten:

500 g Hähnchenfilet

1 Zwiebel

1 Zucchini

2 EL Öl

Pfeffer, Salz

200 ml Hühnerbrühe

500 g passierte Tomaten

2 Dosen Mais (425 g)

100 g Kirschtomaten

100 ml Schlagsahne

1 TL Curry

½ TL Paprika edelsüß

 

Zubereitung:

Die Zwiebel schälen, die Zucchini waschen und beides in kleine Würfel schneiden. Das Hähnchenfleisch waschen und in Streifen schneiden. Das Öl in einer großen Pfanne erhitzen, die Hähnchenstreifen rundherum goldbraun anbraten, die Zwiebeln und Zucchini kurz mitdünsten, dann würzen. Brühe, passierte Tomaten und Mais in die Pfanne geben, umrühren und alles zugedeckt 10 bis 15 Minuten köcheln lassen. Die Tomaten waschen und halbieren und mit der Sahne in die Pfanne geben. Alles zusammen 5 Minuten weitergaren und dann mit Salz, Curry und Paprika abschmecken.

 

Guten Appetit!

Buchvorstellung: Wurzelflügel – oder: die doppelte Premiere

Jeden dritten Freitag im Monat – also: heute – stelle ich hier ein Buch vor und verlose es im Anschluss. Da ich noch nie zuvor eine Buchvorstellung geschrieben habe (zu Schulzeiten ausgenommen, aber daran kann ich mich kaum erinnern), ist diese hier meine hochoffizielle Premiere.

Die erste Buchvorstellung sollte etwas Besonderes sein, habe ich mir gedacht und lange gerätselt, welches Buch es verdient, als erstes hier vorgestellt zu werden. Nach langem Überlegen – trau ich mich, trau ich mich nicht? – habe ich mich für ein Buch entschieden, das mir sehr am Herzen liegt, auch wenn es noch nicht veröffentlicht ist: Mein erster Roman! Ich freue mich sehr, dieses Buch nach langer Zeit der Ideenfindung, des Schreibens und des Korrekturlesenlassens präsentieren und auch verlosen zu dürfen:

 

Wurzelflügel

Wurzelflügel, Roman, Storyteller

Wie bereits erwähnt, ist dieser zauberhafte Frauenroman mein – Nadine Teubers – Debut, das dadurch zustande kam, dass ich mich nach hundert angefangenen Romanen aller nur denkbaren Genres dazu gezwungen habe, wenigstens einem ein Ende zu schenken, nachdem ich im Internet über die Möglichkeit des Self-Publishing gestolpert bin. Der geplante Veröffentlichungstermin ist der 31. Juli 2017.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht das Liebes- und sonstige Leben der im heutigen Berlin lebenden Schwestern Stefanie und Julia. Beide stehen mit beiden Beinen fest im Leben, ansonsten könnten sie aber nicht unterschiedlicher sein: Während die eine voll und ganz in ihrer Arbeit aufgeht und nebenbei das Leben als Single in vollen Zügen genießt, findet die andere ihre Erfüllung im Mutter-Dasein und erwartet derzeit ihr zweites Kind. Über die familiären Bande hinaus vereint sie die Liebe zu Daniel, dem vierjährigen Sohn Julias. Doch eines Tages mischt das Schicksal die Karten neu und beide Schwestern finden ihr Leben auf den Kopf gestellt vor. Was das mit ihnen und Daniel macht und dass letzten Endes jeder seines eigenen Glückes Schmied ist, erzählt dieses Buch.

Leseprobe:

Kapitel 1

Die ersten Sonnenstrahlen des Tages fielen leise durch die halb zugezogenen Vorhänge des Schlafzimmerfensters auf Stefanies Queensize-Bett und kitzelten sie sanft an der Nase. Verschlafen öffnete Stefanie ein Auge und strich sich die langen, dunkelblonden Haare aus dem Gesicht. Dann tastete sie nach dem Smartphone, das neben ihrem Kopfkissen lag, und warf einen Blick auf die Uhr. 5.42 Uhr an ihrem einzigen freien Tag dieser Woche. Sie versteckte das Smartphone unter dem Kopfkissen, drehte sich vom Rücken auf den Bauch und verschwand innerhalb von Sekunden wieder in den Tiefen ihres Unterbewusstseins.

Als Stefanie das nächste Mal die Augen aufschlug, lachte die Sonne breit von einem wolkenlosen Himmel. Leises Bachgeplätscher tönte aus dem Radio und mischte sich mit dem Vogelgezwitscher, das durch das geöffnete Fenster drang.

Mit einem Strahlen im Gesicht reckte sich Stefanie ausgiebig, bis sie sich schließlich im Bett aufsetzte, die Beine aus dem Bett schwang, die Füße auf dem weichen Velours-Teppich aufsetzte und herzhaft gähnte. Sie schaltete das Radio aus, wählte über das Smartphone einen Musikkanal, der Gute-Laune-Sommer-Lieder spielte, und tanzte verfolgt von Shakiras „Hips Don’t Lie“, das nun in allen Zimmern aus Bluetooth-Lautsprechern schallte, nackt ins Badezimmer. Alle Zimmer – das klang nach einem langen Korridor mit unendlich vielen links und rechts abgehenden Türen, Geheimgängen und Verstecken (und tatsächlich träumte Stefanie manchmal davon, in so einer Burg zu leben), aber tatsächlich wohnte Stefanie in einer süßen, betont weiblich eingerichteten Zwei-Zimmer-Wohnung. Betrat man die Wohnung, so fand man sich in einem Flur wieder, der gegenüber der Wohnungstür in die Wohnküche führte. Weiterhin gingen von dem Flur das Badezimmer und Schlafzimmer auf der linken Seite ab, während die rechte Seite von einem in die Wand eingebauten Vorratsschrank eingenommen wurde.

Der Wohnbereich wurde von einer Sofalandschaft in der Farbe eines gut durchgerührten Latte Macchiatos dominiert. Gemeinsam mit vielen Kissen in unterschiedlichen Braun- und Cremetönen und einer altrosa Kuscheldecke bildete es Stefanies Lese- und Träumecke, wie sie es nannte. Die vanillegelb gestrichene Wand wurde durch dunkelbraun berahmte Fotos von Freunden und Familie vervollständigt. Auf einem cremefarbenen Wohnzimmertisch stapelten sich Stefanies ungelesene Bücher, an der Wand stand ein kleines Sideboard mit zwei Weißlilien und neben Stefanies Lieblingskuschelplatz auf der Sofalandschaft eine Birkenfeige. Nichts lag herum und störte das Gesamtbild.

Genauso sah es in dem Küchenbereich aus. Märchenhafte Küchenschränke – weiß lackiertes Holz mit verschnörkelten, schwarzen Griffen – mit tadellos sauberen Arbeitsflächen, zwei in die Arbeitsfläche eingebaute Herdplatten und einen verschnörkelten Esstisch aus weißem Holz mit zwei dazu passenden Stühlen. Die bodenlangen, mit pastellfarbenem Organza dekorierten Fenster ließen die Wohnküche hell und freundlich wirken.

Stefanie drehte den Wasserstrahl der Dusche auf, hielt einen Fuß darunter und quiekte laut auf, als das kalte Wasser ihren Fuß erwischte.

Langsam erreichte das Wasser die gewünschte Temperatur. Stefanie duschte schnell und kuschelte sich anschließend in ihren extraweichen, rosa Bademantel. Die Wanduhr in der Wohnküche verriet ihr, dass sie sich in einer halben Stunde auf den Weg zur Early-Bird-Yogastunde und dem anschließenden Frühstück mit ihrer Schwester machen musste, als die Musik durch einen Anruf unterbrochen wurde – Julia. Wie so oft klang ihre Schwester gestresst und Stefanie hatte einige Mühe, herauszuhören, dass Julia sich verspäten würde. „Er hatte einfach keine Lust, sich anzuziehen, hat sein Müsli auf dem Fußboden verteilt und wir sind JETZT erst auf dem Weg zur Kita. Jetzt ist natürlich wieder Stau und wir sind viel zu spät dran“, schoss es hektisch aus dem Telefon. „Fahr doch, du Idiot, lass nicht noch alle von der Seite rein!“

Stefanie verdrehte die Augen. „Tief ein- und ausatmen und keinen Unfall bauen. Es dauert so lange, wie es dauert und du bist da, wenn du da bist.“

Eine Dreiviertelstunde später – zwei Minuten nach Beginn der Yogastunde – wurde die Tür zur Yogaschule hektisch aufgerissen und Julia stürzte außer Atem herein. Sie blieb irritiert vor Stefanie und der Yogalehrerin stehen, die tiefenentspannt in der Sitzecke Grüntee tranken.

 

 

Zusammenfassend kann ich sagen, dass ich unglaublich viel Freude beim Schreiben dieses Buches hatte und mich regelrecht in die Geschichte habe ziehen lassen.

Wenn du nun Lust bekommen hast, ebenfalls in die Geschichte der Schwestern zu versinken, dann verfolge meinen Blog oder meine Facebook-Seite, um zu erfahren, wann und wo mein Buch erhältlich sein wird. Alternativ darfst du mir bis zum 31.07. eine E-Mail schreiben und erhältst so die Möglichkeit, eines von fünf gedruckten Exemplaren zu gewinnen.

Ich freue mich auf zahlreiche Einsendungen! Bleibt neugierig!

 

P.S.: Da es für Verlosungen im Internet einige Bestimmungen gibt:

  • Veranstalter der Verlosung bin ich (siehe Impressum).
  • Teilnahmeberechtigt sind alle, die neugierig auf das Buch sind.
  • Die Gewinner werden am 01.08.2017 ermittelt (die Einsendungen werden durchnummeriert und meine Kinder dürfen so lange Zahlen in den Raum werfen, bis fünf Gewinner ermittelt sind).
  • Die Gewinner werden per E-Mail benachrichtigt und erhalten die Bücher nach Angabe ihrer Adresse auf dem Postweg zugesendet (auf Wunsch: Selbstabholung). Sie werden per Vornamen auf dieser Seite bekannt gegeben.
  • Nach vollständigem Ablauf der Verlosung werden alle Daten (E-Mail-Adressen, Adressen etc.) gelöscht. Es erfolgt keine Weitergabe irgendwelcher Daten an Dritte!
  • Änderungen im Falle eines Falles behalte ich mir vor.

Wie ich zu Hause für Ruhe sorge

Seit ich meinen Arm gebrochen habe, ist es bei uns zu Hause unglaublich zivilisiert und ruhig. Wenn die Kinder aus der Schule kommen, liege ich mit meinem eisgekühlten Arm auf der Couch im Wohnzimmer. Unter meinen Argusaugen haben sie ihre Hausaufgaben anzufertigen und dürfen sich erst anderweitig beschäftigen, wenn die Hausaufgaben gezeigt und für gut befunden wurden. Anschließend wird Kaffee getrunken, (vor-)gelesen (derzeit verfolgen wir die Abenteuer von Jim Knopf und Lukas, dem Lokomotivführer) und gespielt. Die Kinder werden nacheinander geduscht, wir essen zu Abend, dann folgt Zähneputzen, Gute-Nacht-Geschichte, Bett – völlig unspektakulär.

Der reguläre Alltag sieht jedoch anders aus: Nach einer halben Stunde Stau, lande ich kurz vor Schließzeit bei dem Hort. In Windeseile suche ich die Kinder („Ich will noch gar nicht nach Hause!“) und das dazugehörige Equipment zusammen, scheuche alle ins Auto, zum Einkaufen, nach Hause. Neben dem Kochen kontrolliere ich die Hausaufgaben („Oh, die habe ich noch gar nicht gemacht.“). Beim Essen kommen wir ein wenig zur Ruhe, dann folgt Zähneputzen, Gute-Nacht-Geschichte, Bett. Unnötig, zu erwähnen, dass dieses Programm gelegentlich ergänzt wird von Violinen- oder Klavierunterricht, Krav Maga und Fechten.

Traumreisen

Es kommt gar nicht so selten vor, dass es im regulären Alltag laut und chaotisch zugeht. Es kommt gar nicht so selten vor, dass es mir zu laut und chaotisch zugeht, und ich verzweifelt nach dem Stummschalter meiner Kinder suche. Ein ganz tolles Werkzeug, das ich im Laufe der letzten Jahre dafür kennengelernt habe, ist die Entspannungsreise oder Traumreise. Bei der Traumreise werden ruhige, sanfte Bilder aus der Natur in das Kopfkino der Traumreisenden eingebracht. Dazu legen sich alle Kinder auf den Rücken, schließen die Augen und legen die Hände locker neben dem Körper ab. Wahlweise kann zusätzlich eine Duftkerze entzündet oder eine Audiodatei mit leisen Naturgeräuschen abgespielt werden. Die Kinder atmen tief ein und aus und ich beginne mit langsamer, leiser, monotoner Stimme zu erzählen:

Die Pusteblume

Stell dir vor, du liegst auf deiner Wiese. Du spürst unter dir den weichen Erdboden und jeden einzelnen Grashalm, der deine Finger sanft im Wind kitzelt. Du hörst das Gras ganz leise im Wind rascheln. Zwischen all den Grashalmen steht eine Pusteblume. Der lange Stängel schwankt leicht, die silbernen Schirmchen warten darauf, vom Wind fortgetragen zu werden.

Eine Hummel brummt träge vorbei. Sie lässt sich auf einer nahe gelegenen Blume nieder.

Die Vögel, die in den Bäumen sitzen, zwitschern ein fröhliches Lied. Eine Amsel landet neben der Pusteblume. Sie scharrt mit den Krallen im Boden, erblickt einen kleinen Zweig und fliegt mit ihm im Schnabel davon.

Die Pusteblume steht stumm auf der Wiese. Vielleicht hört sie zu, was der Wind ihr leise zuflüstert. Vielleicht träumt sie von den Orten, wo der Wind ihre Schirmchen hintragen wird. Ganz leise und ruhig schaukelt sie sanft im Wind. Sie hat alle Ruhe der Welt. Vielleicht spürst du die Ruhe der Pusteblume.

Ein Windstoß löst zwei, drei Schirmchen aus der silbernen Kugel und trägt sie höher und höher. Sie gleiten über die Wiese immer weiter fort. Noch ein Windstoß – viele, viele Schirmchen segeln über die Wiese. Ein dritter Windstoß und alle Schirmchen fliegen von der Pusteblume gelöst in die Weite der Welt. Sie treiben auseinander. Ein Schirmchen bleibt ein wenig zurück und schaukelt über den Gräsern und Blumen. Es fühlt seine Leichtigkeit im Wind und die Schwere der Welt, die es ein wenig hinabzieht. Vielleicht fühlst du die Schwere im fliegenden Samen.

Da kommt noch ein Windstoß und es geht hoch hinaus in den Himmel. Du siehst über dir das weite Blau, hier und da von wenigen Schäfchenwolken unterbrochen. Unter dir siehst du die Erde. Du gleitest hinab und landest nahe am Zaun sanft auf dem Erdboden zwischen den Gräsern und deinen Lieblingsblumen. Rot, blau, gelb, weiß und lila blüht es um dich herum. Du spürst, wie der Wind sanft an dir reißt. Er will dich wieder forttragen. Du bist aber schon halb in den Boden eingesunken und bleibst auf der Wiese zwischen den bunten Blumen und Gräsern nahe beim Zaun. Ein Sonnenstrahl fällt auf dich und du spürst die Wärme der Sonne, die Wärme der Erde. Hier bleibst du.

Die Kraft in dir regt sich. Noch schlummert sie, wie in einem Traum. Im nächsten Jahr wird hier eine neue Pusteblume stehen. Vielleicht kannst du jetzt schon fühlen, wie sie sich leise im Wind wiegt.

Die Ruhe – fühlst du die Ruhe der Pusteblume in dir?

Die Schwere – fühlst du die Schwere der Pusteblume in dir?

Die Wärme – fühlst du die Wärme der Pusteblume in dir?

Die Kraft – fühlst du die Kraft der Pusteblume in dir?

Traumreise

Es gibt viele Ideen für Traumreisen. Sie alle spielen in der Natur und bei allen haben die Kinder ihre Vorstellung auf die langweiligen, wohlvertrauten Bilder in der Natur zu achten.

Mich begeistert bei den Traumreisen, dass sich jedes meiner Kinder davon einfangen lässt, sei es der siebenjährige Wildfang oder der dreizehnjährige Pubertär. Sie alle brauchen gelegentlich eine Auszeit und sind hinterher wunderbar entspannt und ruhig.

Wenn du zu Hause auch einen oder mehrere Wildfänge hast und die Traumreise als Wunderwaffe gegen Lärm und Chaos einsetzen möchtest, wirst du im Internet neben dem obigen Beispiel viele andere (unterschiedliche) Traumreisen finden. Probiere diesen tollen Lautstärkeregler aus und berichte mir gerne von deinen Erfahrungen.

 

Träum‘ und reise süß!